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Unsterblichkeit

Seit Urzeiten wissen oder ahnen die Menschen, unsterblich gewesen zu sein, bevor sie sich auf die Erde in die Materie begaben und immer wieder ihren physischen Tod erlebten. Das Thema Unsterblichkeit spielt deshalb in vielen Mythen eine große Rolle - oft als Eigenschaft der Götter oder als Traum des Menschen, seinem Körper Unsterblichkeit zu verleihen. Auch in den indischen Mythen und Sagen Ramayana, Bhagavadgita und Mahabharata ist das Thema der Unsterblichkeit von großer Wichtigkeit. Von der Unsterblichkeit der Seele waren zum Beispiel im 6. Jahrtausend v.Chr. auch die Thraker überzeugt, jedenfalls lassen dies ihre Bestattungsriten vermuten. Auch die Ägypter wussten, dass die Seele unsterblich ist.

Der Begriff der Unsterblichkeit wurde allerdings schon sehr früh - vermutlich bereits im 7. Jahrtausend v.Chr. - materiell ausgelegt und als Fortsetzung des Lebens im gegenwärtigen physischen Körper verstanden. Zumindest wird das heute so interpretiert, wohl auch, weil archäologische Befunde mangels spirituellen Wissens so gedeutet werden.

Der wichtigste Hinweis auf die richtige Interpretation des Begriffs Unsterblichkeit kommt aus dem Mahabharata. Dort rät Vishnu, der primäre Schöpfer des Universums, den Göttern und Dämonen, den Unsterblichkeitstrank Amrita zu suchen. Sie können jedoch nur zu ihm gelangen, wenn sie zusammenarbeiten, wenn sie sich die Aufgabe des “Quirlens oder Butterns des Milchmeeres” teilen. Nachdem das Milchmeer fest geworden ist, kann dieser kostbare Nektar von seinem Grund heraufgeholt werden. Im Mahabharata waren es Götter und Dämonen, die durch Zusammenarbeit ihre Gegensätzlichkeit überwanden. Sie zogen im wahrsten Sinne des Wortes am gleichen Strang und hatten Erfolg.

Damit die Menschen Unsterblichkeit erlangen können, müssen sie den Gegensatz von Geist und Materie überwinden, also den Zwiespalt zwischen Gott und Luzifer. Luzifers Ziel ist, die Menschen scheinbar freiwillig vergessen zu lassen, geistige Wesen zu sein, die nur vorübergehend in der Materie stecken. Sie sollen die Materie als einzige Realität anerkennen und vollständig von ihr abhängig sein. Gottes Ziel dagegen ist, den Menschen ihre göttliche Abkunft, ihre göttlichen Möglichkeiten vor Augen zu führen und dieses Wissen lebendig zu erhalten.

Ziel der Menschen ist, aus dem Kreislauf der Wiedergeburten auszuscheiden und ausschließlich als geistige Wesen zu existieren. Dann sind sie wirklich unsterblich. Eine unermesslich große Hilfe zur Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten kam durch Christi Leiden (nicht durch seinen Tod) am Kreuz, wodurch er die Einflussnahme Luzifers auf die Menschen wesentlich gemindert hat. Christus kann auch heute jederzeit um Hilfe gebeten werden, er und Gott greifen jedoch wegen der freien Willensentscheidung eines jeden Menschen nie ungebeten ein.

Entscheidend ist also die Erkenntnis, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist, das immer wieder vorübergehend in der Materie steckt, bis es alle Lernprozesse durchlaufen hat. Von Unsterblichkeit zu sprechen setzt voraus, sich an den Zustand vor dem materiellen Leben zu erinnern. Und Unsterblichkeit zu erlangen heißt, diesen Zustand wieder zu erreichen, indem keine Reinkarnationen mehr notwendig sind.



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